Lenze & de Buam werden 10 Jahre alt und das ist grundsätzlich ein Grund, grundsolide zu feiern - und zwar am 19. März in der Muffathalle. 10 Jahre, mein Gott, ich weiß noch, wie sie nackert auf der Autobahn herumgerannt sind, wie sie am Küchentisch gesessen sind, in der Nase gebohrt oder mit ihrem Kater, dem "Franze" gespielt haben. Lange hat es allerdings nicht gedauert, bis sie dann im Bierzelt gelandet sind und da sind sie nicht mehr wegzudenken, genau so wenig wie aus Musikkneipen, Festivalbühnen und Konzertsälen.

 

Haben sie sich weiter entwickelt seit ihrem ersten Auftritt?

Ja und nein. Sie haben sich sicherlich weiter perfektioniert, aber dennoch diese kindliche Verspieltheit behalten, die sie von klein auf auszeichnet. Und das ist gut so! Ja, der Lenze und seine Buam sind mit ihren zehn Jahren noch lange nicht erwachsen. Sie sind in einem Alter, in der ihre Kreativität aus der Verspieltheit heraus in bewusste Bahnen gelenkt wird, in dem Texte entstehen, die von vielschichtigem Witz, absurder Lebensklugheit und verfremdeten Lebenssituationen gesegnet sind, sie sind  in einem Alter, in dem sie die Brillianz der eigenen Ideen in ein musikalisches Feuerwerk wandeln, ja, das ist jetzt das Alter, in dem sich die Geistesblitze der einzelnen Buam mehr und mehr zu gemeinsamen Geniestreichen bündeln lassen und der Feinschliff mit der Spontanität einen Paartanz vollführen darf.

 

Aber, wer sagt, dass sie das auch auf die Bühne bringen?

Ich bitte Sie, konditionell sind sie im besten Alter, sie können drei Stunden Gas geben ohne dass sie ins Schnaufen kommen oder dehydrieren, sie können die Leute drei Stunden lang mit Glücksstreusel bewerfen, sie in ein Lachkoma schicken, ihnen in schwelgerischer Gemütshypnose Song um Song einträufeln und sie in Wallung versetzen, die so anhaltend befriedigend ist, dass der orgiastische Schlusspunkt zwar erwünscht, aber so weit hinausgeschoben wird, wie es irgendwie möglich ist. (Ihre gebündelte Kreativität wird zuerst in ihre Spektren aufgefächert, frisch zusammengesetzt und wieder vermengt durch die individuelle energetische Ladung, geerdet durch den von Grund auf erspielten Zusammenhalt und verklebt durch die schweißtreibende Begeisterung ihres Tuns.) Das ist Lenze & de Buam heute, eine Band in der Blüte ihres Schaffens. eine Band, die etwas zu geben hat und gerne gibt!

 

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© Lenze und de Buam